Was passiert, wenn acht Frauen aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Foodwelt für 90 Minuten an einem Tisch sitzen? Beim letzten z’Morgen am 3. September ging es um Lebensmittelüberschüsse, Unternehmertum und Herausforderungen im Arbeitsalltag. Vor allem aber um einen offenen und ehrlichen Austausch.
Am 3. September durften wir wieder zu unserem z’Morgen für Frauen aus der Food- und Kreislaufwirtschaft einladen. Dieses Mal sassen acht Frauen aus ganz unterschiedlichen Bereichen am Tisch: aus der Gastronomie, einem Startup, der Logistik, dem Detailhandel und der Standortförderung.
Einige kannten sich bereits, andere begegneten sich zum ersten Mal. Und auch das gehört für uns zu diesem Format: Menschen zusammenzubringen, deren Wege sich sonst vielleicht nicht so schnell kreuzen würden.
Überschüsse als Gesprächsstarter
Auf unserem Frühstückstisch stehen jeweils auch Produkte mit einer Geschichte. Produkte aus Überschüssen und Nebenströmen, aktuelle Projekte oder Dinge, bei denen wir selbst gerade Fragen haben.
Dieses Mal waren beispielsweise Cashews dabei, die inzwischen ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hatten, sowie unsere Konfitüre aus überschüssigen Schweizer Früchten, die wir dieses Jahr als Weihnachtsprodukt produzieren lassen.
Das Schöne daran: Man muss gar nicht lange überlegen, wie man eine Diskussion in Gang bringt. Die Produkte werfen ganz automatisch Fragen auf. Würde ich das noch essen? Weshalb entsteht dieser Überschuss überhaupt? Was könnte man daraus machen? Und wie schaffen wir es, solche Lebensmittel wieder selbstverständlich in den Kreislauf zu bringen?
Kein Referat, keine perfekte Antwort
Die Gespräche beginnen bei unserem z’Morgen meist schon vor der eigentlichen Vorstellungsrunde. Dann stellen sich alle kurz vor, wir essen, fragen nach, diskutieren und kommen von einem Thema zum nächsten.
Dabei wurde dieses Mal auch deutlich, dass nicht alle genau wussten, was wir mit Mehr als zwei und Circunis eigentlich alles machen. Auch solche Rückmeldungen sind wertvoll für uns. Sie zeigen uns, wo wir besser erklären müssen und wo vielleicht neue Anknüpfungspunkte entstehen.
Was wir an diesen Runden besonders schätzen, ist die Offenheit. Es wird über Probleme, Unsicherheiten, Ideen und Gedanken gesprochen werden, ohne dass daraus gleich etwas entstehen oder nach aussen getragen werden muss. Man kann nachfragen, bekommt ehrliches Feedback und hört Perspektiven aus ganz anderen Bereichen.
90 Minuten, die gerne etwas länger dauern dürfen
Nach rund 90 Minuten war der offizielle Teil vorbei. Einige blieben danach gleich noch bei uns im Büro, um weiterzuarbeiten.
Zurück blieb vor allem die wunderschöne und wohlwollende Stimmung, die an diesem Morgen am Tisch entstanden ist. Und das Gefühl, dass es manchmal gar nicht viel braucht, um Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen: einen Tisch, etwas zu essen, unterschiedliche Perspektiven und genügend Raum für ehrlichen Austausch.
Genau dafür möchten wir mit Mehr als zwei und Circunis solche Formate schaffen. Nicht nur über Vernetzung sprechen, sondern Menschen ganz konkret zusammenbringen.


