Grillsaison: Was bei mir auf den Rost kommt, hätte fast niemand gewollt

Holzbrett mit einer Flasche Ketschup, Chips und zwei Curry Würsten

Sobald die Abende länger werden, steht bei mir der Grill bereit. Das meiste, was dieses Jahr darauf und daneben liegt, hat eines gemeinsam: Es wäre fast im Abfall gelandet. Kein Verzicht, kein erhobener Zeigefinger – einfach gutes Essen mit einer Geschichte.

Ich mag Grillabende, weil sie so unkompliziert sind. Ich werfe etwas auf den Rost, jemand bringt einen Salat, und plötzlich sitzen wir bis Mitternacht am Tisch. Was viele nicht wissen: Fast alles, was so einen Abend ausmacht, gibt es auch aus geretteten Rohstoffen. Und zwar so, dass es am Tisch niemandem auffällt – ausser ich erzähle die Geschichte dazu. Was ich natürlich tue.

Zum Apéro, bevor der Grill heiss ist

Den Anfang macht bei mir der Apéro. Die Chicken Sticks sweet & spicy von Jenzer stelle ich mundgerecht hin – genau richtig zum Anstossen, bevor die Glut bereit ist. Sie entstehen aus dem Fleisch von Legehennen, das sonst zu Futtermehl oder Biogas verwertet wird. Hier wird daraus ein Snack, den du so schnell nicht mehr weglegst.

Auf dem Rost

Sobald die Glut bereit ist, kommt die Currywurst von Jenzer drauf. Sie entsteht ebenfalls aus Legehennenfleisch –und schmeckt so gut, dass du am besten mehr als eine pro Person eingeplanst.

Alles, was dazu dippt

Ein Grillabend lebt von den Saucen – und genau hier wird es spannend. Der Ketchup classic und die Salsa Habanita von Foodoo entstehen aus Tomaten und Gemüse, die aussortiert wurden, bevor sie überhaupt jemand zu Gesicht bekam – die Salsa mit ordentlich Habanero-Schärfe für alle, die es feurig mögen. Dazu das Papaya Chutney, süss-scharf und die Wildcard, die zu fast allem passt. Ein Prinzip verbindet sie: Was für den regulären Verkauf nicht «schön» genug war, schmeckt auf dem Teller trotzdem hervorragend.

Zum Knabbern: Chips aus Biertreber

Kein Grillabend kommt ohne etwas zum Knabbern aus. Die brewbee Tschipps sind Chips aus Gerstenmalz – genauer aus Biertreber, dem, was nach dem Bierbrauen übrig bleibt. Würzig-knusprig mit Tandoori-Curry und der wohl grösste Aha-Moment auf dem Brett: Kaum jemand tippt beim ersten Bissen auf «Reste vom Brauen».

Und das Grüne dazu

Für die Frische sorgt bei mir ein Salat aus dem eigenen Garten – das Einzige an diesem Abend, das keine Rettungsgeschichte braucht, weil es direkt vom Beet kommt. Manchmal ist der kürzeste Weg eben der vom Garten auf den Teller.

Zum Schluss: ein süsser Dank

Wer den ganzen Abend am Grill steht, hat etwas Süsses verdient. Die Bananenstängeli natur sind mein kleiner Dank an jede Grillmeisterin und jeden Grillmeister – knusprig-süss und gemacht aus Schweizer Bananen, die es sonst nicht mehr in den Verkauf geschafft hätten.

Warum das mehr ist als ein netter Nebeneffekt

Wenn ich abends alles auf dem Tisch sehe, ist keines dieser Produkte ein Verzichtsprodukt:
Es ist einfach gutes Essen – von Schweizer Produzentinnen und Produzenten, die sich die Mühe machen, aus vorhandenen Rohstoffen etwas Neues zu schaffen, statt sie wegzuwerfen. Genau das ist unsere Überzeugung: Die Lösung liegt oft nicht darin, mehr zu produzieren, sondern besser zu nutzen, was schon da ist.

Und ja, unser Name, «Mehr als zwei» ist Programm:
Ein guter Grillabend braucht mehr als zwei Sachen auf dem Rost – und für ein Ernährungssystem, das nichts verschwendet, braucht es mehr als zwei die mitmachen.

Also: Grill an, Freundinnen und Freunde einladen – und beim ersten Bissen ruhig die Geschichte dazu erzählen. Sie ist es wert.

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