Das war #kafigäh 2018

Eine simple Tasse Kaffee kann für jemanden der pure Luxus sein. Hier setzt das Spendenprojekt #kafigäh an: Was 2017 auf einer privaten Website begann, haben wir im 2018 einen Schritt weitergedacht – und dabei das Ergebnis mehr als verdoppelt.

Mit der Aktion 2x Weihnachten sammelt das Schweizerische Rote Kreuz jährlich Natural- und Geldspenden zu Gunsten benachteiligter Menschen. 58‘399 Pakete wurden alleine während der Aktionsdauer von 24. Dezember 2018 bis 11. Januar 2019 per Post an die Organisation geschickt.

Woran es mangelt

Wir haben privat bereits in früheren Jahren an 2x Weihnachten gespendet, aber 2017 wollte Olivia es 2017 genauer wissen. Ein Anruf beim SRK ergab: Schokolade zum Beispiel wird offenbar in grossen Mengen gespendet; es mag nicht das wichtigste Gut sein, aber es ist eins der Produkte, die man sich zuletzt leistet, wenn man jeden Franken zwei Mal umdreht.

Dasselbe, wurde uns gesagt, gilt für Kaffee: Was für die meisten uns ein selbstverständliches Kulturgut ist, ist auch in der Schweiz für finanziell schlecht gestellte Menschen ein seltener Luxus. Damit meinen wir nicht den gelegentlichen Cappuccino im Café, sondern eine simple Tasse Kaffee in der heimischen Küche.

Da können wir doch was machen

Jetzt kann man hingehen und ein Paket voller Kaffee ans SRK schicken, das ist eine gute Sache. Oder man kann sich überlegen: Was wäre, wenn wir alle zusammenlegen und schauen, wieviel Kaffee wir beitragen können, um diese Lücke zu füllen?

Es braucht gar nicht so viel:

  • Eine Website
    Jawohl, haben wir. 2017 lief die Aktion über Olivias private Seite, 2018 haben wir sie neu aufgesetzt und zu Mehr als zwei gezügelt.
  • Ein Formular- oder Spenden-Plugin
    Im ersten Jahr haben wir die Spenden über das WordPress-Plugin Give administriert. Letztes Jahr haben wir festgestellt: unser Prozess ist so einfach, dass wir darauf verzichten können.
  • Eine Zahlungslösung
    2017 war das Stripe in Verbindung mit Give, 2018 sind wir auf eine Schweizer Lösung umgestiegen, die uns das Einbinden von Twint ermöglicht hat. Unter anderem konnten wir mit einem Twint-QR-Code auf unseren Postkarten Sofortspenden über 5 Franken ermöglichen: Ein Scan, ein Kaffee – ganz einfach.
  • Sichtbarkeit und Reichweite
    Die Kommunikation lief grösstenteils über Social Media. Natürlich hilft es, dass wir gut vernetzt sind – und zwar nicht erst seit gestern. Unsere persönlichen Netzwerke waren ein wichtiger Träger, aber eine eingängige Botschaft und ein simpler Spendenprozess sind die halbe Miete. Auf bezahlte Streuung haben wir verzichtet.
  • Ein bisschen Sinn für Logistik
    Etwa 135 Kilo Kaffee haben wir mit vereinten Kräften dieses Jahr gespendet – da muss man am Ende auch noch schauen, dass alles in der richtigen Form am rechten Ort landet.
  • Unterstützer/innen
    A propos Netzwerk: Kein Projekt hebt wirklich ab ohne helfende Hände und Köpfe. In diesem Fall sind das zum Beispiel:

540 Mal Kaffeefreude

Von 2017 auf 2018 haben wir die Spendenmenge mehr als verdoppelt, die Menge an Kaffee insgesamt durch günstigere Konditionen sogar verdreifacht. 540 Personen haben in ihrem Unterstützungspaket vom Roten Kreuz in diesem Jahr 250g gemahlene ViCAFE-Hausmischung vorgefunden.

Die Resultate in Zahlen finden Sie in der Projektbeschreibung.

 

Bildquelle: Nathan Dumlao bei Unsplash

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