Produktlinie auf Basis überschüssiger Bananen

Fast 100’000 Tonnen Bananen werden jährlich in die Schweiz importiert. Sie verbrauchen extra viel Energie und generieren CO2, um auf einem Schweizer Tisch zu landen, z.B. durch den Transport und das Nachreifen. Einen Teil davon wollen wir nutzen, damit das auch im Haushalt klar wird.

Warum ist eine braune Banane kein Abfall? Wie kann Überschuss einfach verwertet werden?  Und wie schmeckt das? Weil Wissensgewinn zu einem wesentlichen Teil auf Erfahrungen und Wahrnehmung basiert, entwickeln wir eine Linie von Foodsave-Produkten auf Basis überschüssiger Bananen. 

Das Projekt

Die Ausgangslage

Die Banane ist der Star unter den Südfrüchten: Über 95’000 Tonnen wurden alleine 2018 in die Schweiz eingeführt, weil sie hierzulande zwar nicht wachsen, aber dennoch fest zum Speiseplan von Herr und Frau Schweizer gehören. Sie werden unter verschiedenen Gesichtspunkten als vorteilhaft propagiert, sei es im Rahmen der Kampagne «5 am Tag», als Sportler- und Fitnessnahrung oder einfach generell als «Superfrucht». 

Bananen eignen sich deshalb als initiale Basis für die Entwicklung einer Foodsave-Linie, weil sie sich auf vielfältige Art zu haltbaren Produkten verarbeiten lassen. Sie komplementieren das breite Sortiment an verarbeiteten Produkten aus den klassischen Inland-Überschüssen an Obst und Gemüse.

Da es nicht realistisch ist, dass die Banane in der hiesigen Ernährung signifikant an Stellenwert verliert, ist eine Nutzung der Überschüsse sinnvoll. 

Ziel und Umfang

  • Initiale Entwicklung von drei Grundprodukten auf Basis überschüssiger Bananen
  • Etablieren von Produktionspartnerschaften, Logistik und Vertrieb, direkt und über Handelspartner

Status

Seit dem Frühjahr entwickeln wir Produktideen, im Frühsommer haben wir erste Kontakte mit möglichen Partnerunternehmen aufgenommen. Eines davon entwickelt für und mit uns Rezepturen und Prototypen, weitere könnten Teile von Produktion und Logistik übernehmen. Wo möglich und sinnvoll wenden wir uns an Sozialunternehmen.

Abgrenzung

Die übergeordnete Kommunikation und Vermarktung der Produkte ist Gegenstand des Projekts «Umweltbildung: Deine Banane ist kein Abfall»

Ressourceneinsatz Pilotierung

  • Juli 2019 bis August 2020
  • 120 Personentage
  • CHF 85’000.–

Perspektive und Zukunft

Mittelfristig

Die Kombination aus den beiden Teilprojekten «Produkte auf Basis überschüssiger Bananen und «Consumer Education: Deine Banane ist kein Abfall», wird als eigenständiges Social Start-Up zur Weiterentwicklung aus dem Verein Mehr als zwei ausgegliedert.

Langfristig

Die Marke, die im Rahmen der hier verfolgten Teilprojekte aufgebaut wird, wird zu einem festen Wert zum Thema Verantwortungsvoller Umgang mit Nahrungsmitteln.

Bananen als initiale Verwertungs- und Kommunikationsbasis werden langfristig ergänzt durch weitere Ausgangsprodukte, deren Überschüsse sinnvoll verwertet werden und die wiederum als Aufhänger für die Sensibilisierung und Umweltbildung der Dialoggruppen dienen.

 

 

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